Chilis können mit relativ wenig Aufwand in Essig oder Oliven-Öl eingelegt werden. Sie schmecken so gut, dass sie auf keiner Käseplatte fehlen dürfen. Neben dem Konservieren durch Einfrieren oder Trocknen haben eingelegte Chilischoten noch ein paar echte Vorteile – sie nehmen nur wenig Platz im Vorratsraum ein, und saure oder in Öl eingelegte Chilis schmecken einfach richtig gut. Selbst gemacht schlägt immer gekauft.
Pikantistas sind Chili-Liebhaber und Geniesser – so wie du. Und weil wir nach Jahren mit Projekten wie Pika Pika und Chili Mafia, sowie Shops wie chili-saucen.com und chili-plants.com, echte Chili-Experten geworden sind, teilen wir hier alles, was du über das Einlegen wissen musst.
Inhaltsverzeichnis
- Einlegen – die Grundlagen
- Chilischoten in Öl einlegen
- Peperoni in Essig einlegen
- Tipps für perfekt eingelegte Chilis
- Häufige Fragen
Einlegen – die Grundlagen
Ob du Chilis, Peperoni, Habanero oder Jalapeño einlegst – das Rezept ist immer das gleiche. In Essig eingelegte Pfefferschoten schmecken herrlich säuerlich. In Oliven-Öl kannst du mit Knoblauch, Käse, Paprika und Senfkörnern noch wunderbare feine Akzente setzen.
Bevor es losgeht, brauchst du ein paar sterile Einmachgläser. Die Hände müssen gründlich gewaschen werden. Der Grund ist simpel: Bakterien und Schimmelpilze machen sich sonst breit, deine Arbeit wäre umsonst und die schönen Chilis werden schlecht. Das wäre ja schade drum.
Blanchiertes oder gebratenes Gemüse lässt sich gut zum Einlegen verwenden. Dadurch wird es haltbar gemacht und bekommt eine neue Geschmacksrichtung. Bissfeste Gemüsearten eignen sich besser für die Methode mit Essig. Antipasti werden oft in Pflanzenöl haltbar gemacht. Chilis eignen sich hervorragend für beide Varianten – das ist das Schöne daran.
Chilischoten in Öl einlegen
Zutaten
- 500 g Chilischoten (Habanero, Jalapeño, Cayenne oder Peperoni)
- 2 Liter Wasser
- 300 ml Essig
- 2 TL Zucker
- 2 TL Salz
- Hochwertiges Olivenöl (zum Auffüllen)
- Optional: Knoblauchzehen, Rosmarin, Senf- und Pfefferkörner
Zubereitung
Ein halbes Kilo Chilischoten gründlich unter fließendem Wasser waschen. Den Stiel abschneiden und dabei so weit wie möglich Samen und weißes Plazentagewebe entfernen. Achte darauf, dass an jeder Stelle Öl laufen kann – es darf keine Luftblasen geben. Auch wenn ganze Schoten schöner aussehen, vierteln wir sowohl Habaneros als auch Jalapeños. Schmale Schoten wie Cayenne werden halbiert.
Etwa zwei Liter Wasser mit 300 ml Essig erhitzen. Etwas Zucker und ebenso viel Salz (je 2 TL) dazu geben. Das Wasser sollte nur noch leicht köcheln, wenn du die geputzten Chilischoten hineingibst. Nach 5 bis 10 Minuten haben die Chilis genau die richtige Konsistenz – Rocotos mit ihrem dicken Fruchtfleisch brauchen länger, Habaneros sind schneller gar.
Du prüfst das ganz einfach mit einer Gabel: Pikse in die Schoten hinein. Du kennst bestimmt, wie weich Piri Piri oder Peperoncini aus dem Glas sind – genau so sollen deine selbst in Öl eingelegten Chili Sossen und Schoten ebenfalls werden.
Je nach Geschmack gibst du Knoblauchzehen, Rosmarin, Senf- und Pfefferkörner vor dem Einkochen der Chilis ins Wasser. Andere Kräuter wie Thymian kommen erst gegen Ende der Garzeit dazu – sonst verfliegen die ätherischen Öle zu schnell.
Das Ganze kommt dann in ein Küchensieb zum Abtropfen. Mit einem Löffel schichtest du die scharfe Masse in saubere Einmachgläser und giesst sie mit bestem Oliven-Öl bis zum Rand auf.
Wenn du steril gearbeitet hast, können die eingelegten Chilischoten bis zu einem halben Jahr haltbar sein. Wir selbst trauen der Sauberkeit nicht ganz und bewahren die Gläser nur im Kühlschrank auf. Ausserdem sehen wir zu, dass die in Öl eingelegten Chilis nach zwei Wochen aufgegessen sind. Weil die ohnehin so lecker sind, ist das Glas aber meistens schon viel früher leer.
Peperoni in Essig einlegen
Zutaten
- 500 g grüne oder rote Peperoni oder Jalapeño
- 750 ml Wasser
- 750 ml Essig
- 3 TL Zucker
- 3 TL Salz
- Optional: Knoblauch, Pfefferkörner, Koriandersamen, Lorbeerblätter
Zubereitung
Ein Pfund grüne oder rote Peperoni oder Jalapeño waschen, köpfen, vierteln und die Samen abstreifen. Als Flüssigkeit brauchst du jeweils 750 ml Wasser und Essig. In den Essigsud kommen noch jeweils 3 TL Zucker und Salz. Nach Geschmack etwas Knoblauch, Pfefferkörner und Koriandersamen. Bei eingelegtem Gemüse darf das eine oder andere Lorbeerblatt nicht fehlen – das ist gesetzt.
Die Chilis unter leichtem Köcheln in den würzigen Sud geben. Etwa 5 Minuten köcheln lassen, dann den Herd ausschalten. Danach bewahrst du die eingelegten Chilis im Kühlschrank auf. Der Essig macht die Chilischoten haltbar. Für uns gilt aber auch hier: Aufgegessen wird in den nächsten zwei Wochen. Pikantista!
Tipps für perfekt eingelegte Chilis
Sterilität ist alles
Die Einmachgläser sollten vorher ausgekocht werden. Auch die Deckel müssen steril sein. Arbeite mit sauberen Händen und verwende keine Löffel oder Gabeln, die vorher mit anderen Lebensmitteln in Kontakt gekommen sind.
Luftblasen vermeiden
Beim Befüllen der Gläser darauf achten, dass keine Luftblasen entstehen. Mit einem sauberen Holzstäbchen vorsichtig in den Gläsern rühren, um Lufteinschlüsse zu entfernen. Luft im Glas kann zur Schimmelbildung führen.
Die richtige Lagerung
Verschlossene, noch nicht geöffnete Gläser kannst du dunkel und kühl lagern. Nach dem Öffnen gehören sie in den Kühlschrank. Achte darauf, dass die Chilis immer vollständig mit Öl oder Essig bedeckt sind – sonst können sie verderben.
Welche Sorten eignen sich?
Grundsätzlich kannst du alle Chilisorten einlegen. Besonders beliebt sind Jalapeños, Habaneros, Cayenne, Peperoni und Piri Piri. Dickfleischige Sorten wie Rocoto brauchen beim Blanchieren etwas länger als dünnwandige Sorten.
FAQ – Häufige Fragen zum Chilis einlegen
Wie lange sind eingelegte Chilis haltbar?
Wenn du steril gearbeitet hast, können in Öl oder Essig eingelegte Chilis bis zu einem halben Jahr haltbar sein. Zur Sicherheit empfehlen wir, die Gläser im Kühlschrank aufzubewahren und die Chilis innerhalb von zwei Wochen nach dem Öffnen aufzuessen.
Welche Chilisorten eignen sich am besten zum Einlegen?
Du kannst so gut wie alle Sorten einlegen – Jalapeño, Habanero, Peperoni, Cayenne, Rocoto oder Piri Piri. Das Rezept bleibt immer das gleiche. Wichtig: Dickfleischige Sorten wie Rocoto brauchen beim Blanchieren etwas länger.
Muss ich die Samen entfernen, bevor ich Chilis einlege?
Das ist empfehlenswert, aber kein Muss. Wenn du Samen und weißes Plazentagewebe entfernst, kann das Öl oder der Essig besser eindringen und es entstehen keine unerwünschten Luftblasen im Glas. Ganze Schoten sehen zwar schöner aus, aber gevierteltes oder halbiertes Einlegegut hat seine Vorteile.
Was ist der Unterschied zwischen in Öl und in Essig eingelegten Chilis?
In Essig eingelegte Chili Sossen und Schoten schmecken angenehm säuerlich und eignen sich gut als knackige Beilage. In Öl eingelegte Chilis – zum Beispiel mit Knoblauch, Rosmarin oder Senfkörnern – sind eher weich, intensiv im Geschmack und perfekt für Antipasti oder Käseplatten.
Warum müssen die Einmachgläser steril sein?
Ohne sterile Gläser und saubere Hände können sich Bakterien und Schimmelpilze im Glas vermehren. Das verdirbt nicht nur die Chilis, sondern kann im schlimmsten Fall auch gesundheitsschädlich sein. Also: Gläser gut auskochen und Hände gründlich waschen, bevor du anfängst.
Kann ich auch scharfe Chilis wie Habanero einlegen?
Ja, absolut! Habaneros und andere sehr scharfe Sorten eignen sich hervorragend zum Einlegen. Beachte beim Verarbeiten von sehr scharfen Chilis, dass du Handschuhe trägst und dir nicht ins Gesicht fasst. Die eingelegten Habaneros behalten ihre Schärfe.
Über den Autor
Fabian ist Gründer von Pikantista und bringt seit über einem Jahrzehnt die besten Methoden für die Chili-Verarbeitung zu dir. Mit Erfahrung aus Projekten wie Pika Pika Chili Compositions und Chili Mafia kennt er jede Konservierungsmethode persönlich. Folge ihm auf Instagram für mehr Chili-Tipps!